Gartentipps

Die besten Gartentipps im Januar

In milden Wintern erwacht der Garten bereits im Januar wieder zum Leben. Mit diesen Pflegetipps starten die Pflanzen im Ziergarten perfekt in die neue Saison.

Immergrüne Gehölze wässern                                                                                                     Immergrüne Gehölze wie Buchsbäume, Rhododendron, Lebensbäume geben im Winter        über ihre Blätter oder Nadeln durch die Atmung Feuchtigkeit  ab, sie transpieren. Ist der Boden für längere Zeit gefroren, geben die Blätter weiter Feutigkeit ab aber können durch die Wurzeln keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen. Man sollte daher im Winter, sobald der Boden offen ist, diese Pflanzen gründlich gießen. Wußten Sie, dass die meisten immergrünen Gehölze im Winter nicht erfrieren sondern vertrocknen?

Wurzelballen festtreten
Frisch gepflanzte Stauden und Gehölze werden bei Frost oft etwas aus der Erde herausgehoben. Treten Sie die Wurzelballen wieder vorsichtig mit den Füßen an, sobald der Boden aufgetaut und nicht mehr zu nass ist.

Rankgitter erneuern
Wenn die Kletterpflanzen keine Blätter tragen, ist der optimale Zeitpunkt, um Rankgitter und Spaliere zu erneuern oder neu zu streichen. Schneiden Sie die Kletterpflanzen so weit zurück, dass vier bis fünf lange, kräftige Haupttriebe übrig bleiben. Nachdem Sie diese von der Rankhilfe gelöst haben, können Sie mit den Renovierungsarbeiten beginnen. Anschließend werden die Triebe wieder durch das Gitter geleitet.

Blütensträucher durch Steckholz vermehren
Sommergrüne Blütensträucher wie Forsythie, Duftjasmin, Zierjohannisbeere, Holunder oder Spierstrauch können Sie jetzt durch unbeblätterte, verholzte Stecklinge – sogenanntes Steckholz – vermehren. Schneiden Sie ein paar kräftige, einjährige Triebe ab und zerteilen Sie diese mit der Gartenschere in etwa bleistiftlange Stücke. Wichtig: Jedes Triebstück sollte oben und unten mit einer Knospe beziehungsweise einem Knospenpaar abschließen. Stecken Sie die Triebstücke anschließend an einem schattigen, geschützten Platz mit drei Vierteln ihrer Länge in lockere, humusreiche Gartenerde. Im Lauf des Frühlings treiben die Knospen aus und es entstehen neue Sträucher, die Sie dann im nächsten Herbst oder Frühjahr ausgraben und an ihren endgültigen Platz im Garten bringen können.

Kleinklima im Garten nutzen
Nehmen Sie Ihren Garten jetzt genau unter die Lupe: An welchen Stellen taut der Schnee sehr schnell? Wo hält er sich länger? So können Sie herausfinden, wo es geschützte Plätze gibt. Plätze mit günstigem Kleinklima sind ideal für kälteempfindliche oder spätfrostgefährdete Pflanzen. Aber Vorsicht: An sonnigen, windigen Stellen verschwindet der Schnee ebenfalls ziemlich schnell, obwohl solche Witterungsbedingungen im Winter insbesondere für immergrüne Pflanzen sehr ungünstig sind. Solche Standorte sollten Sie daher grundsätzlich ausschließen.

Tulpen-Magnolie: Wenn Sie die Wurzelballen der Sträucher rechtzeitig mulchen, können Sie den Austrieb der Blüten hinauszögern

Fichten nach Sitkafichtenläusen absuchen
Die Sitkafichtenlaus ist auch im Winter aktiv und kann verschiedene Fichtenarten, so stark schädigen, dass diese absterben. Mit der sogenannten Klopfprobe können Sie einen Befall feststellen: Halten Sie ein weißes Blatt Papier unter einen Ast und schütteln Sie ihn kräftig durch. Wenn sich anschließend auf dem Papier einige wenige Millimeter große Blattläuse mit auffallend roten Augen wiederfinden, sollten Sie die befallene Pflanze gründlich mit einem umweltverträglichen Rapsöl-Präparat wie beispielsweise Schädlingsfrei Naturen einsprühen.

Tulpen-Magnolien mulchen
Die Blüten der Tulpen-Magnolie sind äußerst spätfrostgefährdet. Wenn Sie jetzt bei Frost den Wurzelbereich der Blütensträucher dick mit Mulch bedecken, taut der Boden im Frühjahr nur langsam auf. So können Sie den Austrieb der Blüten etwas hinauszögern – und die Chancen steigen, dass die Blütenpracht von Spätfrösten verschont bleibt.

Weihnachtsbaumzweige als Frostschutz
Wenn der Weihnachtsbaum ausgedient und noch nicht alle Nadeln verloren hat, können Sie seine Zweige gut zum Schattieren frostempfindlicher immergrüner Zwergsträucher wie zum Beispiel Kissen-Schneeball (Viburnum davidii) oder kleiner Rhododendron-Wildarten verwenden. Die Abdeckung aus Tannenreisig schützt die Blätter vor Austrocknung durch die Wintersonne.

Kaltkeimer aussäen
Einige Staudensamen müssen erst eine Kältephase durchmachen, bevor sie keimen. Dazu gehören Astilbe, Christrose oder Eisenhut. Säen Sie die Samen jetzt in Aussaaterde und stellen Sie die Schalen zum Vorquellen an einen hellen, warmen Platz (15-18 °C). Nach zwei bis vier Wochen gräbt man die Gefäße an einem schattigen, windstillen Plätzchen im Garten 15 cm tief ein. Im Frühjahr beginnen die Samen dann zu keimen.

Schnee abschütteln
Die Äste immergrüner Sträucher wie Rhododendron oder Kirschlorbeer können unter größeren Schneelasten brechen. Nach einer schneereichen Nacht sollten Sie die weiße Pracht daher mit einem Besen oder Rechen abschütteln.

Brüchige Sträucher stützen
Auch sommergrüne Sträucher mit sehr sprödem Holz wie beispielsweise die Strauch-Pfingstrosen sind in schneereichen Wintern bruchgefährdet. Sie können die Sträucher leicht schützen, indem Sie die gesamte Krone mit einem dünnen Seil locker zusammenbinden. So stützen die einzelnen Äste sich gegenseitig ab.

Bäume mit Frostballen umpflanzen
Beim Umpflanzen größerer Bäume mit Erdballen können Sie sich den gefrorenen Boden zu Nutze machen. Wenn stärkerer Frost angekündigt wird, stechen Sie einen ausreichend großen Erdballen und heben auch gleich das neue Pflanzloch aus. Lassen Sie den Wurzelballen im alten Pflanzloch stehen, bis er gut durchgefroren ist und transportieren Sie den Baum dann an seinen neuen Platz. Auf ein Ballentuch können Sie verzichten, denn die gefrorene Erde hält den Wurzelballen zusammen und sorgt dafür, dass ein hoher Feinwurzel-Anteil erhalten bleibt. Diese Methode eignet sich allerdings nur für Obstbäume und andere sommergrüne, frostharte Gehölze.

Schlingknöterich zurückschneiden
Der Schlingknöterich (Fallopia) wächst extrem stark und kann in einem Jahr mehrere Meter lange Triebe bilden. Um wieder etwas Licht in das dichte Zweiggewirr zu bringen, können Sie die Kletterpflanze im Januar einfach auf mehrere einen Meter lange Haupttriebe zurückstutzen.

Rasen nicht betreten
Bei starkem Frost gefriert auch das Wasser in den Blattzellen der Rasengräser. Trittspuren sind oft bis zum Frühling sichtbar, weil die spröden Blätter und Halme sich nicht wieder aufrichten, sondern abknicken und vergilben. Auch der Boden ist im Winter feuchter und verdichtet sich leichter. Deshalb sollten Sie Rasenflächen bei Winternässe und Frost so wenig wie möglich betreten.

Pflanzenschutzmittel frostfrei lagern
Viele flüssige Pflanzenschutzmittel dürfen nicht einfrieren, weil sie sich sonst entmischen können und unbrauchbar werden. Lagern Sie die Präparate daher am besten in einem kühlen, aber frostfreien Kellerraum. Pulverförmige Konzentrate sollten Sie bei möglichst niedriger Luftfeuchtigkeit aufbewahren, zum Beispiel im Heizungsraum.